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Arrow Tag: Völkerball mit Pfeil und Bogen

Aktualisiert am 2 Min. Lesezeit

Arrow Tag ist die freundlichere Schwester von Paintball. Gespielt wird mit Bögen und Pfeilen, deren Spitze aus einem dicken Schaumstoffpolster besteht. Es gibt keine Farbe, keine Druckluft und kaum Schmerzen. Dafür viel Laufen, Ducken und die Freude, einen Pfeil aus der Luft zu fangen.

Woher das Spiel kommt

Das Spiel entstand 2011 in den USA. Der Bogensport-Unternehmer John Jackson kam auf die Idee, eine Schaumstoffspitze auf einen Pfeil zu setzen, und ließ seinen „nicht tödlichen Pfeil“ patentieren. Unter dem Namen Archery Tag verbreitete sich das Spiel schnell, in Deutschland wird es auch als Arrow Tag oder Bogentag angeboten. Die Grundregeln sind überall ähnlich, Details legt jeder Anbieter selbst fest. Hintergründe stehen im Wikipedia-Artikel zu Combat Archery.

Spieler spannt den Bogen hinter einem großen aufblasbaren Hindernis in einer Halle
Arrow Tag in der Halle: Aufblasbare Hindernisse dienen als Deckung. Foto: U.S. Air Force photo by Kathryn Calvert, gemeinfrei, Wikimedia Commons

So wird gespielt

Zwei Teams mit meist vier bis acht Personen stehen sich auf einem Feld gegenüber, das in der Mitte eine neutrale Zone hat. Zu Beginn liegen dort die Pfeile, und auf das Startsignal sprinten beide Teams los, um sie zu holen.

Archery-Tag-Feld mit neutraler Mittelzone, Deckungen und Teamzielenneutrale ZonePfeile zu BeginnZiel AZiel B
Typisches Arrow-Tag-Feld: zwei Hälften, neutrale Zone, Deckungen und je ein Teamziel.

Die wichtigsten Regeln:

  • Wer von einem Pfeil getroffen wird, scheidet aus und wartet am Rand.
  • Wer einen gegnerischen Pfeil aus der Luft fängt, holt einen ausgeschiedenen Mitspieler zurück, und der Schütze ist raus.
  • Ein Treffer auf das gegnerische Teamziel, meist eine Scheibe mit herausdrückbaren Feldern, kann eine Runde ebenfalls entscheiden.
  • Die neutrale Zone darf nicht beschossen werden, solange jemand Pfeile holt.

Ist das sicher?

Die Pfeile haben eine breite, weiche Spitze, die Bögen sind schwächer als im Sportbogenschießen. Pflicht ist trotzdem eine Schutzmaske oder Brille, weil ein Pfeil ins Auge auch gepolstert unangenehm ist. Körperkontakt gibt es nicht. Ein Treffer fühlt sich an wie ein harter Schaumstoffball. Viele Anbieter lassen Kinder ab etwa acht oder zehn Jahren spielen.

Für welche Gruppen es passt

Arrow Tag ist ideal, wenn in der Gruppe Menschen mit sehr unterschiedlicher Lust auf Action stecken. Es eignet sich für Schulklassen, gemischte Firmenteams, Familienfeste und Kindergeburtstage. Viele Paintballanlagen bieten es zusätzlich an, sodass eine Gruppe beides kombinieren kann: eine Stunde Arrow Tag zum Aufwärmen, danach Paintball für die, die wollen. Mehr dazu unter Paintball für Gruppen.

Taktik

Wer neu ist, schießt zu früh und zu weit. Besser: Deckung suchen, Pfeile sammeln und erst schießen, wenn ein Gegner aus seiner Deckung kommt. Gute Teams halten immer ein, zwei Spieler zurück, die gezielt auf das Fangen gegnerischer Pfeile achten. Das dreht oft eine Runde, die schon verloren schien.