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Paintball für Kinder und Jugendliche

Aktualisiert am 3 Min. Lesezeit

Paintball ist ein Mannschaftssport, der auch Kindern und Jugendlichen Spaß macht. Gleichzeitig ist das Thema rechtlich und pädagogisch heikler als bei Erwachsenen. Diese Seite fasst zusammen, was in Deutschland gilt, welche Angebote es gibt und welche Fragen Eltern einem Anbieter stellen sollten.

Was das Gesetz sagt

Normale Paintball-Markierer sind Druckluftwaffen mit bis zu 7,5 Joule. Das Waffengesetz erlaubt den Umgang mit Waffen grundsätzlich erst ab 18 Jahren. Eltern können das nicht einfach durch eine Unterschrift aufheben. Für Jugendliche gibt es Ausnahmen, etwa auf zugelassenen Schießstätten unter Aufsicht, und ob eine Paintballanlage darunter fällt, hängt von ihrer Zulassung ab. Ein seriöser Anbieter erklärt dir offen, auf welcher Grundlage er Jugendliche spielen lässt.

Anders sieht es bei Geräten aus, die höchstens 0,5 Joule erzeugen. Sie sind laut Anlage 2 zum Waffengesetz als Spielzeug weitgehend vom Gesetz ausgenommen. Auf dieser Grundlage arbeiten viele Kinderangebote.

Low Impact: Paintball mit weniger Wucht

Kinder spielen fast immer mit sogenannten Low-Impact-Markierern. Die Kugeln sind kleiner, im Kaliber .50 statt .68, und fliegen mit deutlich weniger Energie. Ein Treffer ist spürbar, aber viel sanfter als beim Erwachsenen-Paintball. Die Farbe wäscht sich genauso aus.

MerkmalPaintball für ErwachseneLow Impact für Kinder
Kaliber.68, etwa 17 mm.50, etwa 13 mm
Energiebis 7,5 Jouledeutlich darunter, oft unter 0,5 Joule
Typisches Mindestalter18, mit Ausnahmen ab 16je nach Anbieter ab 8 bis 12 Jahren
Spürbarkeitkräftiger Schnipser bis blauer Fleckleichtes Zwicken

Ab welchem Alter?

Eine einheitliche Grenze gibt es nicht. Viele Kinderangebote beginnen bei acht, zehn oder zwölf Jahren. Für Jugendliche ab 16 bieten manche Felder Paintball mit Einverständnis der Eltern an. Wichtiger als die Zahl ist die Frage, ob dein Kind die Regeln versteht und die Maske konsequent aufbehält. Für Grundschüler ist eine kurze Runde mit viel Betreuung oft besser als ein halber Tag.

Zwei Paintballspieler in Teamtrikots und Masken vor einem Banner
Auch beim Kinderpaintball gehören Maske und lange Kleidung zur Grundausstattung. Foto: Mahdian (talk), gemeinfrei, Wikimedia Commons

Fragen an den Anbieter

Bevor du dein Kind anmeldest, lohnt sich ein Telefonat. Diese Fragen geben dir ein gutes Bild:

  1. Welche Markierer werden genutzt und mit welcher Energie?
  2. Gibt es Masken in Kindergrößen?
  3. Wer betreut die Gruppe auf dem Feld, und wie viele Betreuer kommen auf wie viele Kinder?
  4. Muss ein Erwachsener vor Ort sein, und braucht es eine schriftliche Einverständniserklärung?
  5. Gibt es eine eigene Einweisung für Kinder?
  6. Spielen die Kinder getrennt von Erwachsenengruppen?

Für Schulklassen und Vereine

Als Wandertag, Saisonabschluss im Fußballverein oder Geburtstagsfeier ist Low-Impact-Paintball beliebt, weil es Teamgeist fordert, ohne dass jemand im Mittelpunkt stehen muss. Schulen sollten den Ausflug wie jede andere Sportveranstaltung mit der Schulleitung abstimmen. Eine Alternative ohne Waffenbezug ist Arrow Tag, bei dem mit gepolsterten Pfeilen gespielt wird.

Was Eltern bedenken sollten

Manche Eltern haben Bedenken, weil Paintball nach Krieg spielen aussieht. Die meisten Anbieter für Kinder setzen deshalb auf bunte Trikots statt Tarnkleidung und auf Spielformen wie Flagge erobern statt „alle abschießen“. Sprich mit deinem Kind darüber, was es daran reizt. Oft ist es schlicht der Wettkampf im Team, und der sieht beim Paintball dem Völkerball ähnlicher als dem Film, den sich Erwachsene vorstellen.