Paintball BorkenInfos rund ums Spiel im Westmünsterland

Regeln und Sicherheit beim Paintball

Aktualisiert am 3 Min. Lesezeit

Paintball hat einen schlechten Ruf, den es nicht verdient. Auf gut geführten Feldern passieren wenige Unfälle, und fast alle haben dieselbe Ursache: eine Maske, die nicht dort war, wo sie hingehört. Die Regeln auf dieser Seite gelten so oder ähnlich auf jedem seriösen Feld in Deutschland.

Die Maske bleibt auf

Das ist Regel Nummer eins, und sie hat keine Ausnahme. Auf dem Spielfeld und in jedem Bereich, in dem geschossen werden kann, trägst du eine Paintball-Maske, die Augen, Ohren und Gesicht abdeckt. Eine einfache Schutzbrille reicht nicht. Beschlägt das Glas, gehst du vom Feld in die Sicherheitszone und wischst es dort ab. Wer die Maske im Spiel abnimmt, fliegt in den meisten Anlagen sofort vom Feld.

Paintball-Maske, Tank und Paintballs auf einem Holztisch
Maske, Druckluftflasche und Kugeln: Die Maske wird erst in der Sicherheitszone abgenommen. Foto: Piotr VaGla Waglowski, gemeinfrei, Wikimedia Commons

Laufsocke und Sicherheitszone

Außerhalb des Spielfelds steckt auf jedem Lauf eine Laufsocke, auch Laufkondom genannt. Das ist ein Stoffbeutel, der eine versehentlich gelöste Kugel auffängt. Dazu wird der Markierer gesichert. Erst im Feld nimmst du die Laufsocke ab, nach der Runde kommt sie sofort wieder drauf.

Chrono: wie schnell darf eine Kugel sein?

Vor dem Spiel misst ein Chronograph, wie schnell die Kugeln deinen Markierer verlassen. Jedes Feld setzt eine Obergrenze, und die liegt bewusst unter dem, was rechtlich erlaubt wäre. Eine .68er-Paintballkugel wiegt gut drei Gramm. Läge ihre Bewegungsenergie an der gesetzlichen Grenze von 7,5 Joule, flöge sie mit etwa 70 Metern pro Sekunde. Felder bleiben darunter, damit Treffer auf kurze Distanz erträglich bleiben. Wer seinen Markierer nach dem Chrono hochdreht, ist raus.

Treffer und Fairplay

Als Treffer zählt ein Farbfleck von der Größe einer Münze oder größer, egal wo am Körper oder an der Ausrüstung. Ein Ball, der abprallt, ohne zu platzen, zählt nicht. Bist du dir unsicher, rufst du den Schiedsrichter mit „Paint Check“. Getroffene Spieler:

  • heben sofort die Hand oder den Markierer
  • rufen laut „Hit!“
  • verlassen das Feld auf dem kürzesten Weg und schießen nicht mehr

Farbe abwischen und weiterspielen heißt „Wiping“ und gilt als der schlimmste Regelverstoß im Paintball. In Turnieren kostet es Strafen für das ganze Team, im Freizeitspiel den Platz auf dem Feld.

Was das Waffengesetz sagt

Ein Paintball-Markierer ist im Sinne des Gesetzes eine Druckluft- oder CO₂-Waffe. Nach dem Waffengesetz dürfen solche Waffen ohne Erlaubnis erworben und besessen werden, wenn sie höchstens 7,5 Joule Bewegungsenergie erzeugen und das amtliche Kennzeichen tragen, das F im Fünfeck. Umgang mit Waffen ist grundsätzlich erst ab 18 Jahren erlaubt.

Für das Spielen bedeutet das:

  • gespielt wird nur auf befriedeten, also abgesperrten Geländen mit Netzen oder Zäunen
  • in Wald, Feld oder Park ohne Genehmigung zu spielen ist verboten
  • unterwegs ist der Markierer nicht schussbereit und nicht zugriffsbereit, also ungeladen in einer verschlossenen Tasche

Wie das bei Jugendlichen aussieht, erklärt die Seite Paintball für Kinder und Jugendliche.

Gesundheit

Paintball ist ein Laufsport mit vielen Sprints, Knien und Hechtern. Wer Herz-Kreislauf-Probleme hat, schwanger ist oder frisch operiert wurde, spricht vorher mit dem Arzt und mit dem Feldbetreiber. Brillenträger fragen nach Masken, unter die eine Brille passt. Kontaktlinsen sind meist die bequemere Lösung.